HOWTO: NIC-abhängige Software einer PVS-vDisk aktualisieren

Wenn es ein leidiges Thema in einer provisionierten Citrix-Umgebung gibt, dann ist dies das aktualisieren NIC-abhängiger Software wie z.B. HyperVisor-Tools oder die PVS Target Device Software.

Hintergrund:

Da in einer provisionerten Umgebung die Festplatte des zu aktualisierenden Systems über das Netz gestreamt wird, wird z.B. beim Update des NIC-Treibers die NIC-Verbindung kurzzeitig getrennt. Das System verliert somit kurzzeitig seine C:\-Platte (auf welche aktuell Daten geschrieben werden sollen) und wird unnutzbar.

VHD_003

In der Vergangenheit wurde im Falle einer Aktualisierung NIC-abhängiger Software ein Re-Convert der vDisk empfohlen. Dieser Prozess ist sehr zeitaufwendig – ebenso können sich bei der (Re-)Konvertierung Fehler einschleichen.

Durch einfache Windows-Bordmittel lässt sich dieser Prozess um ein Vielfaches vereinfachen.

Vorgehensweise

  1. Erstellen einer (temporären) Update-VM auf Basis 2008R2 (VHD) oder 2012 R2 (VHDX) – Hier kann im besten Falle ein identisches Hardware-Template des zu konvertierenden Images verwendet werden. In diesem Fallbeispiel wird eine 2008R2-VM und eine zu aktualisierende 2012R2-VHD verwendet.
  2. Einhängen einer zweiten Partition, die mindestens die doppelte Größe des zu aktualisierenden VHD-Files hat
  3. Mergen, Exportieren und Kopieren der vDisk auf die neu erstelle Partition:
  4. VHD_001

  5. Mounten der vDisk mit diskpart:
  6. diskpart 
    select vdisk file=d:\vDisk.vhd 
    attach vdisk
  7. Hinzufügen der vDisk zum Boot-Menü:
  8. bcdboot e:\windows
  9. Umbenennen des aktuellen Systems:
  10. bcdedit /set description "CONVERT MACHINE 2008R2"
  11. Nach einem Neustart werden beide Optionen im Boot-Menü angezeigt und die vDisk (in diesem Fall „Windows Server 2012 R2“) kann gebootet werden:
  12. VHD_002

  13. Die Änderungen können nun in gewohnter Weise ohne jegliche Abhängigkeit zum Netz durchgeführt werden
  14. VHD_004

  15. Nach Beendigung der Arbeiten und dem Herunterfahren der Maschien kann die VHD als neue vDisk in die PVS-Umgebung importiert werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Neben der enormen Zeitersparnis wird für die Aktualisierung das gleiche Hardware-Set verwendet. Auch eine Konvertierung und die damit verbundenen Risiken ist nicht mehr nötig.

Wie immer gilt:

Für Vollständigkeit, Fehler redaktioneller und technischer Art, Auslassungen usw. sowie die Richtigkeit der Inhalte wird keine Haftung übernommen. Umsetzung auf eigene Gefahr.

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